Ortsgeschichte
Die Geschichte unseres kleinen Eifeldorfes hebt sich nicht wesentlich von der Geschichte der umliegenden Dörfer ab.
Die Bewohner ernährten sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fast ausschließlich von der Landwirtschaft, die zwar ein bescheidenes, aber auskömmliches Dasein garantierte. Einer der ersten Hinweise auf den Ort Mückeln befindet sich in der handgeschriebenen Pfarrchronik von Strohn. Hier gibt es eine Stelle, an der heißt es:
"II Aegidius, genannt Gylles von Daun, trug im Jahre 1319 dem Erzbischof von Trier das halbe Dorf Dehmerath, ferner das Gericht zu Strohn, Mucklingen und Scheitwilre auf." Leider ist die Quelle in dieser Chronik nicht genannt. Als erster gesicherter Hinweis auf die Existenz des Ortes Mückeln gilt jedoch eine Urkunde zu einem Grundstücksverkauf aus dem Jahre 1336.
Die Namensentwicklung begann zunächst mit "Muchgelinck" über "Mucklingen". Diese Form bestand in einigen Abwandlungen etwa bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Etwa ab 1700 hat sich der Name zu Muckelen und später zum heutigen Ortsnamen Mückeln gewandelt. Während des dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 hatte der Ort unter den ständigen Truppendurchzügen zu leiden. Zu dieser Zeit hatte der Ort 11 Haushalte mit ca. 60 Einwohnern. Im Gefolge des Krieges wütete zwischen 1625 und 1630 die Pest im südlichen Bezirk des Amtes Daun. Und zu Alledem wurde der Ort im Jahre 1678 von französischen Truppen vollständig zerstört und brannte ab. Während einer großen Auswanderungswelle, die zwischen 1836 und 1887 aufgrund von strengen Wintern, Missernten und Hungersnöten herrschten, wanderten auch aus Mückeln drei Familien nach Nordamerika aus.
1944 entging der Ort nur um haaresbreite der Gefahr ein zweites Mal in seiner Geschichte zerstört zu werden. Dies hat er Pater Michael Demuth zu verdanken. Damals befand sich am Ortsausgang im Bereich des heutigen Sportplatzes eine deutsche Flakstellung, deren Aufgabe es war, die herannahenden feindlichen Truppen aufzuhalten. Die Amerikaner lagen zu diesem Zeitpunkt auf dem Laufelder Bahnhof in Stellung. Der Initiative und dem Verhandlungsgeschick von Pater Demuth ist es zu verdanken, dass unsere Soldaten die Aussichtslosigkeit ihres Vorhabens einsahen, die Sicherheit des Dorfes über ihre Befehle stellten und nicht auf die amerikanischen Truppen schossen. Durch das Feuer des Gegners wäre das Dorf mit Sicherheit zerstört worden.
Zum Gedenken an diese Begebenheit wurde an dieser Stelle eine Grotte errichtet. Im Innern der Grotte befindet sich heute ein größerer Kerzenständer, darüber die plastische Darstellung des gestorbenen Jesus mit seiner betenden Mutter Maria.
Ortswappen
Der Wellenschildfuß und die 4 Kreuze symbolisieren die mittelalterliche Grundherrschaft des Klosters Springiersbach in Mückeln. Noch heute gibt es den Klosterweiher als ehemaligen Fischweiher der früheren Augustinerabtei. Kreuze und Farben blau/gold sind dem Klosterwappen von 1731 entliehen. Orts- und Pfarrpatron ist der Hl. Bartholomäus, dem nach der Überlieferung bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen wurde. Sein Attribut ist ein Messer, dass mittig im oberen Schildteil aufgelegt wurde. Das Eichenblatt mit angehängten Eicheln im vorderen Teil steht für das Naturdenkmal "Kaisereiche", aber auch für die waldreiche Umgebung. Musik, Gesang und Theater spielen seit Jahrzehnten im kulturellen und dörflichen Leben der kleinen Gemeinde eine herausragende Rolle. Die Historische Bühne Mückeln ist weit über den Landkreis Vulkaneifel mit seinen Theaterinszenierungen unter Verwendung historischer und heimatkundlicher Themen bekannt. Für Musik, Gesang, Theater wurde deshalb als Symbol der Violinschlüssel ausgewählt.
